Homosexualität in ISKCON
Vorurteile abschaffen
von Vrsabha Prabhu
Einleitung
Die Internationale Gesellschaft für Krishna Bewusstsein
(ISKCON) ist nicht mehr eine kleine "religiöse Familie" der
60er Jahre. Sie ist zu einer weltweiten Bewegung gewachsen, die einen
beträchtlichen Einfluss auf die moderne Gesellschaft besitzt.
ISKCON ist in vielen verschiedenen Felder erfolgreich, sei es in
erzieherischer, praktischer, ethischer und anderer Hinsicht. Als
Resultat des positiven Einflusses von ISKCON auf die weltweite
Gesellschaft haben viele Menschen ihre schlechten Gewohnheiten
(Berauschung, Fleischessen, freizüger Sex und
Glückspiel) aufgegeben und sind anständige Menschen
mit einer fortschreitenden Entwicklung ihrer tugendhaften Eigenschaften
geworden.
ISKCON heisst alle ernsthaften
Menschen willkommen, die ernsthaft an einem positiven spirituellen
Wandel in ihrem Leben interessiert sind. Deswegen ziehen ihre tiefe
vedische Philosophie, ihre alten traditionellen Wurzeln, Werte und
Kultur ein großes Spektrum von Menschen aus verschiedenen
kulturellen Hintergründen, ethnischen Gruppen, ... und
natürlich auch aus verschiedenen sexuellen Orientierungen an.
Die soziale Interaktion zwischen ISKCON-Mitgliedern verschiedener
sexueller Orientierungen ist in letzter Zeit ein "heißes
Thema" geworden.
Wegen vieler Vorurteile und einem
Mangel an richtiger Information, oder soll ich sagen, einem
unzureichenden Verständnis der vedischen Philosophie, sind
einige heterosexuelle Devotees nicht in der Lage, die speziellen
emotionalen Bedürfnisse der Minderheit der homosexuellen
Devotees zu verstehen. Das Ganze ist zu einem sozialen Problem in
ISKCON geworden, das oft zu ärmlicher Zusammenarbeit und
emotionaler Distanzierung von einigen (meist den homosexuellen)
Devotees führt; viele Mitglieder verlassen ISKCON um anderen
spirituellen Gruppen beizutreten, die ein besseres Verständnis
homosexueller Belange haben.
Da ich seit siebenzehn Jahren ein
treuer Nachfolger des Gründers der ISKCON, Seine
Göttliche Gnade A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada, bin, bin
ich natürlich besorgt über die Konsequenzen einer
solchen Zwistigkeit. Um ein besseres Verständnis dieses
sozialen Problems zu ermöglichen, habe ich mich entschlossen,
eine soziologische Studie des Themas durchzuführen, hoffend,
dass ich einige konstruktive Lösungen zum Problem beitragen
kann. Mit diesem Ziel im Geist, plane ich, die hier dokumentierten
Forschungsergebnisse (in einer leicht erweiterten Version) an
ISKCON´s spirituelle
Führungspersönlichkeiten zu senden. Soweit ich
weiß wurde eine solche Studie noch nie in der Geschichte
ISKCONs durchgeführt; ich hoffe, dass sie einen guten Nutzen
finden wird.
Ich erkläre hiermit,
dass diese Studie auf eine unvoreingenommene Art und Weise
durchgeführt wurde, und dass ich nicht die Partei einer Seite
ergreife (obwohl ich selbst heterosexuell bin). Viele Devotees haben
ihre Sicht der Dinge geäussert und verschiedene
Vorschläge und Lösungen des Problems angeboten.
Deswegen gibt es relativ viel Material zu diesem Thema, eingeschlossen
schriftliche Arbeiten. Für den Zweck dieser soziologischen
Studie habe ich insbesondere einen Text von S.H. Hridayananda das
Goswami als ein logische und unvoreingenommene Richtlinie für
die Verfassung der Fragen meiner Umfrage ausgewählt. Er
schreibt: "... ich beziehe mich auf ernsthafte Devotees, die a) ihr
Bestes versuchen, um Sinnenbefriedigung aufzugeben und im
Krishna-Bewusstsein Fortschritt zu machen, b) homosexuell sind und c)
im Moment nicht fähig sind [den Wunsch nach
Sinnenbefriedigung] komplett aufzugeben." (veröffentlicht am
3. Januar 2005 auf www.chakra.org)
Daneben habe ich den Artikel
"Understanding sexual orientation" (Sexuelle Orientierung verstehen,
Anmerk. d. Übersetzers.) von Amara das als extrem hilfreich
für mein Verständnis des Themas empfunden. Dieser
Artikel wurde am 15. Januar 2005 auf www.chakra.org
veröffentlicht.
Methodologie
Diese Studie bildet eine
fundierte Theorie auf der Basis einer angwandten Forschung. Zuerst habe
ich die nötigen Daten gesammelt und dann daraus eine Hypothese
gebildet. Bevor ich das Projekt startete, hatte ich keine Erwartungen
oder Theorien. Um etwas über homosexuelle Devotees
herauszufinden, die sich bereit erklärten, auf meine Umfrage
zu antworten, verwendete ich abhängige und
unabhängige Variablen wie:
- Geschlecht
- momentanes oder ehemaliges
ISKCON Mitglied
- Land des Wohnsitzes
- Leben im Brahmacari /
Brahmacarini Asrama
- Art der Homosexualität
- Zusammenleben mit einem Partner
- verheiratet oder nicht
- emotionale Bedürfnisse
- persönliche Meinung
Resultate und
Analyse der Ergebnisse
Ich habe einen Fragebogen mit 20
Fragen an www.chakra.org, eine der populärsten
ISKCON-Diskussions-Internetseiten, geschickt und habe 25 Antworten
erhalten. Dreizehn Teilnehmer sind aus Amerika, fünf aus
Großbritannien, zwei aus Australien, und jeweils einer aus
Belgien, Brasilien, Finnland, Indien und Holland. In meiner Einleitung
zur Umfrage habe ich auch ehemalige ISKCON Mitglieder eingeladen
teilzunehmen. Deswegen erhielt ich vierzehn Antworten von ISKCON
Mitgliedern und elf von ehemaligen ISKCON-Mitgliedern. Siebzehn
Teilnehmer sind männlich, sieben weiblich und eine Person ist
transsexuell. Ich habe in diesem Essay die beschreibende Methode und
das quantitative Konzept angewendet.

Diagramm 1 zeigt die jeweilige sexuelle Orientierung der
Umfrageteilnehmer in Prozent. Von 25 sind 16 schwul, sechs lesbisch,
zwei bisexuell (ein Mann und eine Frau) und 1 transsexuell.

Diagramm 2 zeigt die Antwort auf die Frage "Wissen die lokalen Devotees
über Deine sexuelle Orientierung?"

Von 25 Teilnehmern lebt nur eine
Person noch im Brahmacari Asrama. (Diagramm 3). Die Mehrheit antwortete
auf diese Frage nicht mit einem einfachen "Ja" oder "Nein" beantwortet,
sondern drückte ihre persönliche Meinung aus und
erklärte ihre indivieduelle Situation. Bei genauerer
Betrachtung dieser zusätzlichen Information fand ich heraus,
dass 16 von ihnen ihr spirituelles Leben dadurch begonnen hatten, dass
sie einem Tempel beigetreten sind (und in einem Brahmacari oder
Brahmacarini Asrama lebten), aber dass sie den Tempel aus vier
Hauptgründen wieder verließen und auszogen:
a) Da heterosexuelle Devotees
kein richtiges Verständnis der homosexuellen Orientierung
hatten, machten sie sich über homosexuelle Devotees
lächerlich und setzten sie bewusst oder unterbewusst unter
sozialen Druck. In einigen Fällen wollten sie so wenig
Interaktion wie möglich mit homosexuellen Devotees, was zu
ihrem Ausschluß führte. Als Konsequenz auf dieses
Fehlverhalten traten solche Devotees anderen spirituellen Gruppen bei,
die ein besseres Verständnis von homosexuellen Themen besitzen
und ihren emotionalen Bedürfnissen besser gerecht werden
können.
b) Sie wollten mit einem
homosexuellen Partner zusammen leben, aber konnten dies aus
offensichtlichen Gründen auf dem Tempelgelände nicht
tun.
c) Aus Gründen des
institutionellen-sozialen Drucks heirateten sie einen Partner des
anderen Geschlechts und zogen aus dem Tempel aus, um ein Familienleben
zu beginnen.
d) Sie verloren ihr Interesse am
spirituellen Leben und wurden wieder Opfer ihrer schlechten alten
Gewohnheiten.

Acht Teilnehmer leben momentan
mit einem homosexuellen Partner, siebzehn nicht, wie man in Diagramm 4
sehen kann.
Diagramm 5 zeigt die prozentuale
Verteilung der Antworten auf die Frage: "Würdest Du gerne mit
einem homosexuellen Partner verheiratet sein?". Zölf
antworteten mit "Ja", elf antworteten mit "Nein", zwei mit "Unsicher".
Zusätzlich angegebene Information kann
folgendermaßen zusammengefasst werden:
a) Einige Devotees denken, dass
eine eine homosexuelle Ehe nicht notwendigerweise eine
religiöse Zeremonie braucht und dass eine rechtliche
Anerkennung gut genug ist.
b) Auf der anderen Seite
würden einige Devotees eine gleiche Behandlung und eine
rechtliche / religiöse Zeremonie wie bei heterosexuellen
Paaren bevorzugen.
c) Von den Teilnehmern, die mit
"Nein" antworteten sagten einige aus, dass sie nicht das emotionale
Bedürfnis nach einer Ehe hätten oder dass sie das als
ein Hindernis in ihrem spirituellen Leben ansehen würden.

Diagramm 6 zeigt, wie viele
Teilnehmer mit einem Mitglied des anderen Geschlechts verheiratet sein
möchten. Drei antworteten mit "Ja", zweiundzwanzig mit "Nein"
und eine Anwort lautete "Unsicher". Zusätzliche Angaben
belegen, dass einige Devotees denken, dass eine solche Heirat nicht
fair dem anderen Partner gegenüber wäre, zu
emotionaler Disharmonie führen würde und dass solche
Ehen sowieso nicht lange halten würden.

Diagramm 7 zeigt die Antworten
auf die Frage nach den emotionalen Bedürfnissen der
Teilnehmer. Die Frage ließ drei Antworten zu: a) enge
Freundschaft, b) körperlicher Austausch und c) beides.
Ich denke, das Resultat, das in
Diagramm 8 präsentiert wird, würde viele
heterosexuelle Devotees überraschen, die denken "Alle schwulen
und lesbischen Devotees wollen homosexuelle Hochzeiten in ISKCON
einführen." (Das ist eine populäre Bemerkung unter
ISKCON´s heterosexuellen Devotees). Die Studie zeigt, dass
neun Teilnehmer mit "Ja", elf mit "Nein" und fünf mit
"Unsicher" antworteten.

"Denkst Du, dass schwule
Hochzeiten ISKCON auf irgendeine Weise schaden könnten?" Wie
Diagramm 9 zeigt antworteten acht Teilnehmer mit "Ja", dreizehn mit
"Nein" und vier mit "Unsicher". Diese Grafik zeigt, dass eine
bedeutende Anzahl an homosexuellen Devotees sich darüber
bewusst ist, dass es nicht im Einklang mit der Vaishnava-Tradition
wäre, homosexuelle Ehen in ISKCON einzuführen. Ein
Teilnehmer schrieb: "Ich denke, es würde die Leute von der
wirklichen Aufgabe ISKCONs abhalten. Unsere Aufgabe ist es zu predigen
und den höheren Geschmack zu bekommen und sich nicht so sehr
um unsere materiellen Bezeichnungen zu kümmern. Seine
Sexualität im Namen der Spiritualität in der
Öffentlichkeit zu präsentieren scheint nicht
hilfreich zu sein."
Natürlich stellt sich
eine Frage: Was könnte ein mögliche Lösung
für das Problem sein? Ich glaube, dass es einen tragbaren
Kompromiss für alle ISKCON Vaishnavas gibt, den ich in dem
Abschnitt "Schlussfolgerung" diskutieren möchte. Homosexuelle
Hochzeiten innerhalb ISKCON stehen aus folgenden Gründen
außer Frage (und das sollte von homosexuellen Devotees
beachtet werden); ich nehme mir die Freiheit zu sagen, dass ISKCON
homosexuelle Ehen aus folgenden Gründen nicht in dieser
Institution billigen kann:
a) Srila Prabhupada war
völlig abgestossen von der Idee der homosexuellen Hochzeiten,
deshalb hat er sie nie in ISKCON eingeführt. Es gibt einen
wahren Ozean an Zitaten, in denen Srila Prabhupada über dieses
Thema spricht (in seinen Gesprächen, Briefen,
Vorträgen und so weiter.)
b) Es ist nicht in einer Linie
mit der Tradition der Vaishnava Philososphie.
c) Die Existenz und Effizienz der
Sankirtana Mission wäre ernsthaft bedroht durch den sozialen
Druck in den konservativen (traditionellen) Länder, in denen
oftmals die Öffentlichkeit völlig empört
ist, lediglich über homosexuelle Ehen nachzudenken. Aus diesem
Grund würde ISKCON als häretische Bewegung angesehen
werden, was ISKCONs Mitglieder und Besitz in Gefahr bringen
könnte.
d) Eine gewisse Anzahl
Homosexueller würde ISKCON einfach nur aus dem Grund einer
anerkannten Hochzeit beitreten und nicht wegen ihrem Interesse an
Krishna Bewusstsein. Das könnte zu ernsthaften und
institutionellen Problemen führen.

Diagramm 10 zeigt die Antworten
auf die Frage "Denkst Du, dass andere spirituelle Gruppen als ISKCON
homosexuelle Menschen besser verstehen und ihren emotionalen
Bedürfnissen besser gerecht werden?". Dreizehn antworteten mit
"Ja", vier mit "Nein", fünf mit "Einige" und drei mit
"Unsicher".
Schlussfolgerung
Als ich mich dazu entschloss,
dieses bestimme Thema als Forschungsobjekt für meinen
soziologischen Essay zu wählen, wusste ich nicht, wie "heiss"
das Thema werden würde. An dem Tag, an dem mein Fragebogen auf
der chakra.org Webseite veröffentlicht wurde, begann ich
positive Antworten und Ermutigungen von vielen Vaishnavas auf der
ganzen Welt zu erhalten. Aber da gab es auch etwas, womit ich nicht
gerechnet hatte: Ich kam unter Beschuss einiger weniger heterosexueller
(homophoben?) Devotees, die aus irgendeinem Grund nicht verstehen
konnten, wie jemand an so einem wissenschaftlichen Projekt arbeite
kann. Sie widersprachen mir heftigst, vielleicht weil sie
fürchteten, dass ich die Seite der homosexuellen Devotees
verteidigen würde und für die Einführung von
homosexuellen Ehen in ISKCON werben würde.
Weiterhin kritisierte eine
großen Anzahl von ihnen sogar meine Autoritäten des
Bhaktivedanta College dafür, dass sie "... einem Studenten
erlauben, unter dem Vorwand der wissenschaftlichen Forschung
für Homosexualität in ISKCON zu werben". Sie sahen
dieses Projekt als einen Angriff auf ISKCON´s
Integrität. Meine Autoritäten ermutigten mich, mit
der Arbeit voran zu schreiten, da ich nichts Illegales oder
Schreckliches getan hatte. Ich frage mich immer noch warum einige
Einzelne Angst davor haben, mit unparteiischen wissenschaftlichen Daten
konfrontiert zu werden. Da einige Devotees nicht beweisen konnten, dass
ich voreingenommen war, haben sie es einfach trotzdem angenommen. In
Wahrheit war meine Vision und mein Plan, einen neutralen, realistischen
Standpunkt einzunehmen und einige wissenschaftliche Daten zu
präsentieren mit dem Hinblick viele Barrieren zu beseitigen,
die auf Unwissenheit beruhen und die gesunde spirituelle Beziehungen
unter ISKCON Devotees verhindern. Vaishnava Philosophie spricht sich
dafür aus, dass Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe, sexuellen
Orientierung oder der Religion, der sie folgen, zu beurteilen sind
sondern vielmehr nach ihren Taten und inneren Eigenschaften. Ehrlich
gesagt war ich über die Intensität der
übertriebenen Angst vor Homosexualität
überrascht, die von einigen heterosexuellen Devotees
ausgedrückt wurde. Auf der anderen Seite fühle ich
mich privilegiert und belohnt durch die Tatsache, dass eine Zahl
homosexueller Devotees mir gegenüber wirklich ihr Herz mit
allem Vertrauen geöffnet haben. In einigen Fällen
hatte ich den Eindruck, dass ich wie eine "Zuflucht" und eine
"vielversprechende Hoffnung" angesehen wurde.
Als Schlussfolgerung meiner
Studie würde ich sagen, dass homoesexuelle Ehen in ISKCON
sicher keine akzeptable Lösung, aus Gründen, die ich
oben genannt habe, wäre. Doch die heterosexuellen Devotees
sollten die emotionalen Bedürfnisse von homosexuellen Devotees
respektieren und ihre Partnerschaft soweit anerkennen wie es die
rechtliche Situation des Landes, in dem sie leben, zulässt.
Wenn das nicht möglich ist, dann sollte zumindest eine formale
Anerkennung der homosexuellen Partnerschaft stattfinden (dies braucht
keine religiöse Zeremonie zu sein). In diesem Fall sollten die
Paare in ihrer privaten Wohnung leben. Sie sollten weiterhin
regelmäßig zum Tempel kommen, hingebungsvollen
Dienst praktizieren und spirituellen Fortschritt durch Gemeinschaft mit
Devotees machen.
Auf diese Weise sind ihre
Wünsche erfüllt und zur gleichen Zeit muss ISKCON
keine "New Age" Vorstellungen in der traditionellen Vaishnava-Kultur
und Philosophie unterbringen. Für die homosexuellen Devotees,
die bevorzugen, allein zu bleiben, sollte die Chance gegeben werden,
dass sie im Tempel-Ashram leben, vorausgesetzt die Autoritäten
können Einzelunterbringung zur Verfügung stellen.
(Nahe zusammen mit Devotees des gleichen Geschlechts zu leben
wäre nicht förderlich für ihr spirituelles
Leben).
Um diese
Lösungsmöglichkeiten anwenden zu können,
sollten die heterosexuellen Devotees das richtige Verständnis
von homosexuellen Devotees haben und nicht mit Vorurteilen leben, die
auf Unwissenheit basieren. Ihre Akzeptanz wäre der Beweis
für ein richtiges Verständnis der
Vaishnava-Philosophie, welche besagt, dass Liebe zu Gott und
hingebungsvoller Dienst nicht begrenzt und abhängig sind von
jemandes sexueller Orientierung. Spiritueller Fortschritt ist eher
abhängig von Ernsthaftigkeit und Wille, materielle
Wünsche zu transzendieren, eingeschlossen aller
körperlicher Bezeichnungen.
Ich freue mich darauf, ISKCON als
eine spirituelle Institution zu sehen, die fähig sein wird,
die Authenzität der traditionellen Vaishnava-Kultur und
Philosophie zu bewahren und gleichzeitig ihre Doktrin im praktischen
Leben anzuwenden, genau so wie es sich Seine Göttliche Gnade
A.C.Bhaktivedanta Swami Prabhupada vorgestellt hat.
Anhang:
Fragebogen
1) Was ist Dein Geschlecht?
2) Wo kommst Du her?
3) Bist Du ein momentanes oder
ein ehemaliges Mitglied von ISKCON?
4) Lebst Du im Moment in einem
Brahmacarini/Brahmacari Asrama?
5) Wie würdest Du Deine
Art der Homosexualität bezeichen? (Zum Beispiel: homosexuell,
bisexuell, transsexuell, ... etc.)
6) Wissen die Devotees vor Ort
über Deine sexuelle Orientierung? a) Niemand b) Einige c) Alle
7) Wissen all Deine
heterosexuellen Vaishnava Freundinnen / Freunde, dass Du homosexuell
bist?
8) Lebst du schon mit einem
homosexuellen Partner?
9) Wärst Du gerne mit
einem Partner des gleichen Geschlechts verheiratet? Warum?
10) Wärst Du gerne mit
einem Partner des anderen Geschlechts verheiratet? Warum?
11) Was sind Deine emotionalen
Bedürfnisse? a) enge Freundschaft b) physischer Austausch c)
beides
12) Hättest Du gerne,
dass homosexuelle Ehen in ISKCON eingeführt werden? Warum?
13) Denkst Du, dass homosexuelle
Ehen ISKCON auf irgendeine Art schaden könnte? Warum?
14) Denkst Du, dass
ISKCON´s Gurus die richtige Einstellung gegenüber
homosexuellen Vaishnavas haben? a) Ich denke nicht b) einige wenige c)
ungefähr die Hälfte d) die meisten
15) Als eine homosexuelle Person,
denkst Du, dass ISKCON Dir eine faire Chance für spirituellen
Fortschritt bietet?
16) Hast Du schon einmal
über Selbstmord nachgedacht?
17) Fühlst Du dich in
der ISKCON ausgeschlossen?
18) Denkst Du darüber
nach ISKCON wegen des fehlenden Verständnisses homosexueller
Angelegenheiten zu verlassen?
19) Denkst Du, dass andere
spirituelle Gruppen als ISKCON homosexuelle Menschen besser verstehen
und ihren emotionalen Bedürfnisse gerecht werden?
20) Was wäre Deine
Botschaft an ISKCON Führungskräfte
diesbezüglich?
Bibliographie
S.Hridayananda, “Process of Krishna consciousness is
practical and gradual”, www.chakra.org,
veröffentlicht am 3. Januar 2005